City Today Hildesheim

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Lufthansa, die deutsche Fluggesellschaft, verschiebt 800 Flüge, da die Piloten streiken

Am Freitag stornierte die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa 800 Passagier- und Frachtflüge, da die Pilotengewerkschaft „Vereinigung Cockpit“ einen geplanten ganztägigen Streik ankündigte.

Die Fluggesellschaft sagte, dass sie heute alle Flüge von und zu den Flughäfen Frankfurt und München stornieren werde, was 130.000 Passagiere betreffe, wie aus der am Donnerstag veröffentlichten Erklärung der Lufthansa Group hervorgeht.

Lufthansa sagte, während sie die Situation normalisierte, seien auch „vereinzelte Ausfälle oder Verspätungen“ am Wochenende möglich.

VC sagt, dass sie in diesem Jahr eine 5,5-prozentige Erhöhung der Zahlungen für ihre mehr als 5.000 Piloten sowie automatische Inflationsanpassungen für 2023 fordern, aber ihrer Meinung nach sind alle Gespräche gescheitert.

Während der Corona-Krise hat Lufthansa den Tarifvertrag beendet und begonnen, unter Umgehung des Tarifvertrags eine neue Airline mit niedrigeren Tarifbedingungen aufzubauen.

„Wir haben auch heute kein ausreichendes Angebot erhalten“, sagte Sprecher Matthias Baier. „Das ist ernüchternd und eine verpasste Chance.“

Personalvorstand Michael Niggemann und Arbeitsdirektor der Deutschen Lufthansa AG: „Wir können den Streikaufruf von VC nicht nachvollziehen. Die Geschäftsführung hat ein sehr gutes und sozial ausgewogenes Angebot gemacht – trotz anhaltender Belastungen durch die Covid-Krise und ungewissen Perspektiven für die Weltwirtschaft. Diese Eskalation geht zu Lasten vieler tausend Kunden.“

Der Konzern hat den Angaben zufolge ein Angebot mit 18 Monaten Laufzeit vorgelegt, bei dem Piloten bei Lufthansa und Lufthansa Cargo in zwei Schritten insgesamt 900 Euro mehr Grundgehalt pro Monat erhalten. Dies wird allgemein für Einstiegsgehälter hilfreich sein.

Ein Co-Pilot der Einstiegsklasse erhält innerhalb des vereinbarten Zeitraums mehr als 18 Prozent zusätzliche Grundvergütung, ein Kapitän in der Endstufe fünf Prozent. Mit der Vereinbarung für das Bodenpersonal hat der Konzern seine Bereitschaft zu deutlichen Gehaltserhöhungen gezeigt.

Alternativ wurde VC angeboten, dieses Volumen ganz oder teilweise anderweitig zu vergeben, beispielsweise für strukturelle Veränderungen wie Tarifanpassungen. Darüber hinaus bietet der Konzern VC die Möglichkeit, gemeinsam ein neues „Perspektivenabkommen“ zu beschließen, in dem Lufthansa und Lufthansa Cargo Cockpit-Mitarbeiter eine Mindestflottengröße haben.

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