VIEL STRESS UM DAS NEUE SEMESTERTICKET

Sorgten heute für Unruhe unter den Hildesheimer Studenten: die stockenden Verhandlungen zwischen AstA und dem Metronom. (Foto: Wikimedia)Sorgten heute für Unruhe unter den Hildesheimer Studenten: die stockenden Verhandlungen zwischen AstA und dem Metronom. (Foto: Wikimedia)

An diesem Montag gingen Stürme der Entrüstung durch die Gruppenforen der Studenten der Uni-Hildesheim. Auslöser war eine Mail, die heute morgen verschickt wurde. 

Von Robert Schoder und Oliver Carstens

HILDESHEIM. Viel Geschrei um Nichts, so könnten man die Aufregung beschreiben, die am frühen Montagvormittag unter den Studenten der Hildesheimer Universität herrschte. Grund dafür war eine E-Mail der Studentenvertretung ASTA. In der E-Mail wurden die Studenten davon in Kenntnis gesetzt, dass sie mit ihrem Semesterticket ab dem 1. Oktober nicht mehr die Züge des Metronom und des Enno nutzen können. Grund hierfür seien noch nicht abgeschlossene Verhandlungen mit dem Verkehrsunternehmen.

„Liebe Studierende,

es geht um das SEMESTERTICKET folgendes, ist bis auf Weiteres zu beachten:

AB DEM 01.10.’16 SIND DIE ZüGE DER METRONOM EISENBAHNGESELLSCHAFT inkl. ENNO NICHT MEHR IM SEMESTERTICKT ENTHALTEN

DIE FAHRT mit diesen ist dann NUR mit dem KAUF eines TICKETS möglich.

Mit Besten Grüßen,

Euer AstA“

Es folgten hunderte Nachrichten, besonnene aber auch wütende, entsetzte und enttäusche E-Mails an den AstA. Wie beispielsweise die Studentin Nicole Koeh, die ihren Wohnsitz in der Nähe Braunschweigs hat, der „allein durch den Enno zwischen Hildesheim und Wolfsburg angebunden ist“.  Sie findet: „Kann doch nicht wahr sein, dass die eine Woche vor Semester plötzlich sagen, ja ne ihr zahlt zwar jedes Semester mehr Geld aber zur Uni fahren dürft ihr damit nicht.“

Entwarnung am Nachmittag

Am frühen Nachmittag dann die Entwarnung seitens der Studentenvertretung. In einer weiteren Mitteilung heißt es, die Verhandlungen mit der Metronom GmbH seien nun doch zügig zum Abschluss gebracht worden. Es ändere sich an der bisherigen Leistung nichts, Studenten können auch in Zukunft die Züge von Metronom und Enno nutzen.

“Wir entschuldigen uns für die Umstände, die unsere heutige Mitteilung ausgelöst haben. Wir sind uns darüber bewusst, dass die Formulierung unglücklich und zu knapp getroffen wurde. Hintergrund war nicht etwa, dass wir Euch vor unvollendete Tatsachen stellen wollten, vielmehr wollten wir verhindern, dass ab dem 1.10.2016 möglicherweise jemand unbewusst ohne gültiges Ticket in den Zug steigt”, entschuldigen sich die Mitglieder des AstA bei den Studenten.

Im Laufe des Tages hätten sich Verhandlungen bewegt. Die Metronom-Gesellschaft hätte doch noch eingelenkt, was zum Teil auch an den zahlreichen Anrufen und Mails an die Verkehrsgesellschaft gelegen habe.

Auch aus der Pressestelle des Metronom war man um Schadenbegrenzung bemüht:

Am Ende: viel Wind um Nichts.


Hintergrund zum Semesterticket: 
Das Semesterticket kostet die Studenten in jedem Semester 181,82 Euro und gilt im Land Niedersachsen in den Zügen des Stadt- und Regionalverkehrs Hildesheim, in den Regionalzügen der Deutschen Bahn, in den S-Bahnen, auf ausgewählten IC-Strecken sowie in den Zügen von Erixx, Metronom, Enno, EVB, Nord-West-Bahn und Westfahlen-Bahn.

Kommentar hinterlassen on "VIEL STRESS UM DAS NEUE SEMESTERTICKET"

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.

*