Go vegan – ist das wirklich so einfach?

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Nicht nur auf Fleisch verzichten, sondern auf sämtliche tierische Produkte? Ist das wirklich so einfach? Bloggerin Annika berichtet in ihrem ersten Gastbeitrag für CityLights darüber, warum es sich aus ihrer Sicht lohnt, vegan zu werden.

HILDESHEIM. Das neue Jahr ist erst wenige Wochen alt – Zeit für einen bunten Haufen guter Vorsätze mit erschreckend kurzer Lebensdauer. Was wäre aber, wenn ein Vorsatz die ersten Wochen des neuen Jahres überlebt und tatsächlich etwas verändert? Wo ein Wille ist, ist ein Weg. Also, nieder mit dem Schweinehund! Und wenn es einen Vorsatz gibt, den es sich wirklich lohnt umzusetzen, dann ist es: vegan zu werden! 

Du spielst mit dem Gedanken, Veganer zu werden und weißt nicht, „wie man das schaffen soll“? Vielleicht hast Du es Dir auch schon fest vorgenommen und brauchst noch ein wenig Motivation? Dabei helfe ich Dir doch gern! Starten wir doch einfach mal mit den Auswirkungen eines veganen Lebens:

Die Vorteile eines veganen Lebens

1. Du vermeidest viel mehr Leid, als Du Dir jemals hättest vorstellen können.

Den meisten Menschen ist gar nicht bewusst, dass auch für die Herstellung der konsumierten Milchmassen täglich unzählige Kälber von ihren Müttern getrennt und getötet werden. Oder dass für die Produktion von Eiern jedes Jahr allein in Deutschland 5 Millionen männliche Küken wie Müll entsorgt werden. Von den Tieren, die für den Fleischverzehr getötet werden, mal ganz abgesehen. Zudem ist eine vegane Ernährung viel schonender für die Umwelt.

Mit einem Unterstand an der frischen Luft - so stellen sich Menschen Nutztierhaltung gerne vor. Die Realität sieht in den allermeisten Fällen leider  anders aus.

Mit einem Unterstand an der frischen Luft – so stellen sich Menschen Nutztierhaltung gerne vor. Die Realität sieht in den allermeisten Fällen leider
anders aus.

Denn Nutztierhaltung verursacht mehr Treibhausgase als der gesamte weltweite Verkehr mit PKW, Schiffen, Eisenbahnen und Flugzeugen zusammen. Und wusstest Du, dass Fleischkonsum eine große Mitschuld am Welthunger trägt? Denn je mehr Nutztiere wir füttern, desto weniger Menschen können wir ernähren. Die Futtermittel wie Soja und Getreide werden auch aus Regionen importiert, in denen die Menschen Hunger leiden.

Vegan zu leben, ist die einfachste und effektivste Art, Leid von Mensch und Tier zu vermeiden und die Ressourcen unseres Planeten zu schonen.

2. Ein federleichtes Gewissen

So gut wie jeder bejaht die Frage, ob er Tiere mag. Die meisten essen sie aber dennoch. Beteuerte Tierliebe klingt aber nicht besonders überzeugend mit dem Mund voll Schweinehintern. Mit dieser Diskrepanz zu leben, ist manchmal nicht ganz einfach. Ein Schelm, wer vermutet, dass der Unmut Vegetariern und Veganern gegenüber zu einem guten Teil vom schlechten Gewissen herrührt. OK, ein anderer großer Teil dieser Abneigungen mag auch missonierenden Unsympathen geschuldet sein. Und viele Menschen wissen auch einfach zu wenig darüber, wie ihr Essen “produziert” wird und wollen es auch gar nicht wissen.

Worauf ich eigentlich hinaus will: Das Tierleid, von dem Du vielleicht bis vor Kurzem noch viel zu wenig wusstest oder was Du erfolgreich verdrängt hast, geht nun nicht mehr auf Deine Kappe. Sieh deinen Einkaufsbeleg wie einen Stimmzettel: Du stimmst mit Deinem Kauf für Produkte ohne Tierleid. Wie erleichternd, wenn Einstellung und Handeln endlich übereinstimmen, oder?

3. Gesundheitliche Vorteile

Eine bessere Gesundheit muss nicht zwangsläufig Folge einer veganen Ernährung sein – ist es aber in vielen Fällen! Veganer und Vegetarier leiden seltener unter Diabetes und Bluthochdruck und auch das Risiko für Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sinkt. Ich habe zum Beispiel viel mehr Energie beim Sport, seit ich vegan esse. Bei einigen, vor allem übergewichtigen Menschen, kann die Umstellung auf eine vegane Ernährung außerdem zu einer Gewichtsabnahme führen. Wie es mir ergangen ist, seit ich vegan geworden bin, erfährst Du hier.


Annika_vegan

Über unsere Gastautorin:
Annika lebt vegan und hat unter www.veganeyecandy.de ihren eigenen Blog ins Netz gestellt. Sie berichtet davon, wie sie vegan geworden ist, mit welchen Hindernissen sie als Veganerin im täglichen Leben so zu kämpfen hat und stellt leckere vegane Rezepte und Beauty-Tipps für ihre Leser online. In regelmäßigen Abständen wird Annika ab sofort auch für CityLights Texte schreiben.

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