DAS ERSTE MAL MIT LAURA UND BERIT

Das Nachtbar-Duo der Spielzeit 2016/17 am TfN Hildesheim: Berit Wilschnack (links) und Laura Zielinski. (Foto: Oliver Carstens)Das Nachtbar-Duo der Spielzeit 2016/17 am TfN Hildesheim: Berit Wilschnack (links) und Laura Zielinski. (Foto: Oliver Carstens)

Das erste Mal. Die ersten Male. Es gibt viele davon. Einige von ihnen sollen gefeiert werden. Gemeinsam. In der neuen Nachtbar. Für Berit und Laura auch ein erstes Mal. 

HILDESHEIM. An welche ersten Male könnt Ihr Euch erinnern? Das erste Mal an einem Eis geleckt. Der erste Kuss. Der erste Kinobesuch. Das erste Mal Theater. Immer steht das erste Mal für den Beginn von etwas Neuem. Manche erste Male brauchen Überwindung. Vor manchen hat man richtig Angst. Andere kann man kaum erwarten. “The start of something new” heißt folgerichtig auch der Titel der ersten Nachtbar am Theater für Niedersachsen in dieser Spielzeit. Am kommenden Freitag, 4. November, ist es wieder soweit. Dass es dabei um die ersten Male geht, hat natürlich auch mit dem neuen Team zu tun.

Berit Wilschnack und Laura Zielinski sind die Neuen. Und sie wollen die Nachtbar ein bisschen anders machen, als in der Vergangenheit. Es soll ausprobiert, diskutiert, gechillt oder auch einfach gefeiert werden. Am besten alles zusammen. “Es wird bei uns keine feste Bühneninstallation geben”, verraten beide im Vorgespräch. Und sie sehen ihre Rollen daher auch weniger darin, im Vordergrund zu stehen. Das F1 wird sozusagen zu einer Art Museum, in dem sich mehrere Performances parallel abspielen, es gibt immer eine zweite Ebene. Der Zuschauer entscheidet, was er sehen will. Ohne gezwungen zu werden, sich nur auf Eines zu konzentrieren.

Berit und Laura studieren im fünften Semester an der Universität Hildesheim. Beiden liegt besonders das Kinder- und Jugendtheater am Herzen. Ihre Aufgabe als neues Nachtbar-Team sehen sie vor allem darin, Brücken zu bauen. Zwischen “Normalos” und Theatermachern. Zwischen Studis und Künstlern. “Wir wollen den Menschen in der Nachtbar auf Augenhöhe begegnen und sehen das Theater eher als Ganzes, nicht nur als einen kleinen Teil in dieser Stadt”, betont Berit. Und so sind sie auch nicht allein. Jedes Mal kommen Akteure von Außen in die Nachtbar. Gemeinsam Neues entdecken also. Bei der Premiere werden Berit und Laura unter anderem unterstützt von Sara Gröning, Victoria Steinert, Sophie Krause, Terrence Johnson, Carole Boulmont, Katharina Wulff, Ulrike Czogalla, Nike Geck, Jan Thul, Jenni Baumgart, Carina Kluge, Peter Grimm, Nora Strömer und Laurin Thiesmeyer.

Zum neuen Duo für die Nachtbar sind sie sehr ganz spontan geworden. Zwei Tage hatten sie noch Zeit, ihr Konzept zu schreiben, bevor die Ausschreibung endete. Also setzten sie sich zusammen, entwarfen ihre Ideen für die neue Saison und wurden wenig später zum Vorsprechen eingeladen. Und jetzt sind es nur noch ein paar Tage bis zu ihrem ersten Mal. Zum ersten Mal Nachtbar wohlgemerkt.

Die Aufregung ist noch nicht so groß. Und eigentlich haben sie auch alles organisiert, damit einem furiosen ersten Mal nichts mehr im Wege steht. “Hoffentlich fällt uns kurz vor dem Start nicht noch etwas ein, was wir bis dahin vergessen haben”, lacht Laura. Aber auch das wäre kein großes Unglück. Denn ein erstes Mal bedeutet ja auch meist, dass es weitergeht. Und dem ersten Mal Nachtbar folgen in jedem Fall noch vier weitere Male. Also auch Nachtbar. Im Januar, im März, im Mai und das letzte Mal im Juni werden Berit und Laura erneut in das F1 bitten. Und dabei ganz sicher auch noch oft an ihr erstes Mal denken.


Die neue Nachtbar startet am Freitag, 4. November 2016, um 23 Uhr (Eingang über die Teichstraße ab 22.45 Uhr). Der Eintritt kostet 5 Euro, mit Kulturticket 2 Euro.


 

Über den Autor

Oliver Carstens
Oliver Carstens
Oliver Carstens wurde 1979 in Hannover geboren und ist nach 12 Jahren in Hamburg und Schleswig-Holstein im März 2012 nach Hildesheim gekommen. Der gelernte Journalist arbeitet seit fünf Jahren im Bereich Lokaljournalismus. Ersten Erfahrungen bei einem Stadtmagazin in Hannover folgten in Hamburg Engagements für Wochen- und Tageszeitungen. Beim Pinneberger A. Beig Verlag, der zu Schleswig-Holsteins größtem Verlagshaus (sh:z) gehört, lenkte Carstens mehrere Monate als verantwortlicher Redakteur die Geschicke der neuen Sonntagszeitung "Tageblatt am Sonntag". Nach seinem Umzug nach Hildesheim arbeitete der gebürtige Hannoveraner als freier Journalist für die "Hildesheimer Allgemeine Zeitung", bevor er CityToday gründete. Als Inhaber der Medienagentur "Aussenkontakt" entwickelt er zudem Kommunikationskonzepte aus einer Hand, ist Experte für social media-Anwendungen und referiert zu journalistischen Themen. Zudem ist Carstens als Moderator und Organisator von politischen Veranstaltungen und Podiumsdiskussionen für die Friedrich-Naumann-Stiftung Für die Freiheit tätig.

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